Alles zum Thema Winterreifen

Kalt und dunkel...

So langsam schleicht sich die kalte Jahreszeit wieder ein. Die Tage werden kürzer, die Bäume kahler und die Straßen wieder glatt. Jetzt ist die Zeit gekommen, von Sommerreifen auf Winterreifen zu wechseln. Die althergebrachte Regel "O bis O" – Winterreifen sollen von Oktober bis Ostern aufs Auto – mag zwar für Flachländer etwas sinnfrei anmuten, im Zweifel aber gilt: "Better safe than sorry!"

Warheit oder Pflicht?

Grundsätzlich gibt es zwar keine allgemeine Winterreifenpflicht, seit 2010 ist jedoch im §2 StVO geregelt, dass wer bei Schnee, Eis, Schneematsch oder Reif unterwegs ist, dies mit geeigneter Winterbereifung zu tun hat. Macht er das nicht, drohen ihm mindestens 60 € Bußgeld, sowie ein Punkt in der Flensburger Verkehrskartei. Sollte es dann noch zu einem Unfall kommen, erhöht sich nicht nur das Bußgeld. Auch die Versicherung kann ihren Schutz reduzieren oder verweigern.

Kenne deine Reifen!

Woran erkennt man nun also einen geeigneten Winterreifen? Zuerstmal unterschiedet sich der Winter- vom Sommer- oder Ganzjahresreifen deutlich in Gummimischung und Profil. Ein Winterreifen hat eine erheblich weichere Gummimischung als seine Schönwetterverwandten, was ihm eine viel bessere Haftung gerade bei kalten Temperaturen ermöglicht. Ein mit feinen Lamellen versehenes Profil verbeisst sich sprichwörtlich im verschneiten Untergrund und sorgt so für stabilen Vortrieb. Ausserdem sind Winterreifen auf der Flanke mit "M+S" sowie dem sogenannten "Alpine-Symbol", einem dreigezackten Bergpiktogram mit Schneeflocke, gekennzeichnet. Letzteres gehört ab Januar 2018 zur Pflichtkennzeichnung.

Genug Profil?

Aber der beste Winterreifen bringt nichts (als Ärger), wenn kein Profil mehr vorhanden ist. Der Gesetzgeber setzt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm voraus, allerdings sind Experten der Ansicht, dass ein Profil von weniger als 4 mm schon keine optimale Wintertauglichkeit gewährleisten kann. Auch das Alter der Reifen hat einen entscheidenden Beitrag zur Performance: älter als 6 Jahre sollte ein Winterreifen nicht sein. Am besten erkennt man das an der auf der Flanke angebrachten DOT-Nummer. Diese 4-stellige Ziffernkombination besteht aus der Produktionswoche (erste beide Ziffern) und dem Produktionsjahr (letze beide Ziffern). Die DOT-Nummer 4417 würde also besagen, dass der Reifen in der 44. Woche im Jahr 2017 hergestellt wurde.

Für diejenigen, die direkt von Sommer- auf Winterfahrzeug wechseln, hat Kamux übrigens eine Auswahl von über 300 Top-Gebrauchtwagen.